Glossar Anbetung Anbetung bezeichnet eine menschliche Beziehung zu Gott. Der Mensch kann über andere staunen und von ihnen begeistert sein. Er verbeugt sich vor ihnen, verehrt sie oder verliebt sich in sie. Staunt der Mensch über Gott und verehrt er Gottes Größe und Macht, wird dies „Anbetung“ genannt. Begegnung Begegnung bezeichnet die intensive Beziehung zwischen Personen. Menschen nehmen sich umfassend wahr und gestalten im Einklang miteinander ihr Zusammenleben. Wenn Menschen sich von Gottes Wort und Zeichen angesprochen fühlen, wird das „Gottesbegegnung“ genannt. Umgangssprachlich wird „Begegnung“ auch als Bezeichnung für das zufällige Zusammen treffen und Kennen lernen gebraucht. Im Rahmen des Weltjugendtags spielt Begegnung für die Bischof/Erzbischof Bischof/Erzbischof ist der Leiter eines Bistums. Er ist der Erstverantwortliche für die Verkündigung des christlichen Glaubens. Mehrere Bistümer bilden eine Kirchenprovinz, an deren Spitze ein Erzbischof steht. Bischofskonferenz Bischofskonferenz ist der Name für die Versammlung mehrerer Bischöfe eines Landes oder mehrerer Länder. In ihr findet der Austausch über wichtige kirchliche Themen statt und werden gemeinsame Richtlinien und Stellungnahmen erarbeitet. Rechtskräftig werden die Entscheidungen nur dann, wenn der einzelne Bischof sie für sein Bistum übernimmt. Bistum Bistum umfasst eine christliche Gemeinschaft innerhalb eines räumlich begrenzten Bereichs. Die Weltkirche ist in überschaubare Gemeinschaften von Christen eingeteilt, die Pfarreien oder Gemeinden genannt werden; mehrere Gemeinden bilden ein Bistum. Diözese Diözese ist eine andere Bezeichnung für „Bistum“. Sie stammt aus dem Griechischen und hebt hervor, dass jedes Bistum auch ein kirchlicher „Verwaltungsbezirk“ ist. Dom Dom ist der Name für eine Bischofskirche. Das Wort kommt aus dem Lateinischen: „domus“ heißt übersetzt „Haus“. Die besondere Bedeutung eines Doms zeigt sich oftmals in der Größe, im Baustil oder in der kunstvollen Gestaltung. Eucharistie Eucharistie ist der Name für jenes Opfermahl (festliches Essen), das den Menschen nicht nur an den Tod und die Auferstehung Jesu erinnert, sondern ihn mit hineinnimmt, da er hier selbst in Person zu Brot und Wein geworden ist. Wie Jesus für die Jünger am Abend vor seiner Kreuzigung in Brot und Wein zur Kraftquelle wird, lässt er sich auch heute noch von den Menschen in der Eucharistiefeier verzehren. Gott will, dass Menschen Geschmack an seiner Liebe finden und aus Dankbarkeit „zum Brot werden“ für andere. Gebet Gebet bezeichnet das Sprechen des Menschen mit Gott. Durch Zeichen, Gesten und Worte drückt der Mensch als einzelner oder in Gemeinschaft gegenüber Gott seinen Dank, sein Lob oder seine Klage aus. Generalvikar Generalvikar ist der Stellvertreter eines Bischofs. Er leitet in seinem Auftrag die Verwaltung eines Bistums. In diesem Sinne übernimmt er zum Beispiel die Verantwortung für die Angestellten der Kirche und für kirchliche Einrichtungen. Gottesdienst Gottesdienst: Siehe unter Heilige Drei Könige Heilige Drei Könige werden die im Matthäusevangelium erwähnten Sterndeuter aus dem Osten genannt, die zur Geburt Jesu nach Bethlehem kamen, um Ihn anzubeten. Im Laufe der Geschichte entsteht die Dreizahl der Sterndeuter auf Grund der Dreizahl der Gaben Weihrauch, Gold und Myrrhe. Wegen der Kostbarkeit der Gaben, der Bedeutsamkeit der großen Reise und menschlichen Würde, die zur Anbetung fähig ist, galten sie bald als Könige. Ihre Reliquien, die 1164 von Mailand nach Köln gelangten, werden im Kölner Dom verehrt. Ikonen Ikonen sind auf Holztafeln gemalte Bilder. In ihnen begegnen uns Vorbilder des Glaubens (Heilige) oder Jesus Christus selbst. Während der Künstler eine Ikone malt, beschäftigt er sich intensiv mit dem Leben der dargestellten Personen. Jahr der Eucharistie Papst Johannes Paull II. hat das Jahr 2004/2005 zum „Jahr der Eucharistie“ erklärt. In seinem Schreiben „Mane nobiscum Domine“ (Bleibe bei uns, Herr) weist er erneut darauf hin, dass die Eucharistie als Feier der Gegenwart Christi die Mitte des Glaubens sei. In ihr betrachten wir die Gegenwart Christi, erfahren die Gemeinschaft mit anderen Menschen und lassen uns senden, um solidarisch in dieser Welt zu leben. Im Rahmen der Eröffnung des Eucharistischen Jahres im Oktober 2004 in Mexiko nannte der Papst die Eucharistie eine „große Schule des Friedens“. Jesus Christus Jesus Christus: In ihm ist Gott Mensch geworden. Durch ihn hat Gott zum Menschen in menschlichen Worten, Zeichen und Gesten gesprochen und menschlich gehandelt. Auf diese Weise will er sich der Welt und jedem einzelnen Menschen nahe bringen. Jugendbischof Jugendbischof ist der Titel für jenen Bischof, der für Jugendfragen zuständig ist und innerhalb einer Bischofskonferenz die Jugendkommission leitet. Derzeitiger Jugendbischof für Deutschland ist Dr. Franz-Josef Bode, der auch das Bistum Osnabrück leitet. Jugendfestival Mit „Jugendfestival“ ist eine Vielzahl von kulturellen, religiös-spirituellen und anderen Veranstaltungen im Rahmen des Weltjugendtags gemeint. Diese Veranstaltungen werden nach dem Prinzip „Jugend für Jugend“ von jungen Menschen, Gruppen, Gemeinschaften, Bewegungen und Verbänden aus aller Welt angeregt, vorbereitet und durchgeführt. Seit dem Weltjugendtag 1997 in Paris gehört das Jugendfestival als fester Bestandteil zu den Weltjugendtagen. Jugendpastoral Jugendpastoral: Pastoral ist das Handeln der Kirche für den Menschen gemäß ihrer Sendung durch den Auftrag Jesu. Jugendpastoral ist entsprechendes Handeln der Kirche für, mit und durch Jugendliche. Zur Pastoral gehören die Bereiche Liturgie, Verkündigung und Dienst am Nächsten. Kardinal Kardinal ist der Titel für jene Bischöfe, die gemeinsam mit dem Papst die oberste Leitung der Kirche bilden. Die Gemeinschaft aller Kardinäle wird Kardinalskollegium genannt. Dieses Kollegium wählt den Papst. Katechese Katechese unterstützt den Menschen, sich in seinem Glauben an Gott zu entwickeln. Prozesse, die dem Menschen lebenslang helfen, aus dem christlichen Glauben sein privates und öffentliches Leben zu gestalten, können „Katechese“ genannt werden. Kathedrale Kathedrale ist der Name für eine Bischofskirche. Das Wort kommt aus dem Griechischen: „kathedra“ und bedeutet „Sitz“. Gemeint sind der Sitz der Kirche und der Bischofssitz. Die besondere Bedeutung einer Kathedrale zeigt sich oftmals in der Größe, im Baustil oder in der kunstvollen Gestaltung. Kirche Kirche bezeichnet sowohl die Gemeinschaft der Menschen, die an Jesus Christus glauben, als auch das Bauwerk, in dem sich Christen zu Gebet und Gottesdienst versammeln. Von dem griechischen und lateinischen Ursprung des Wortes ausgehend ist Kirche der Name für das Volk Gottes, das zu Jesus Christus gehört. Kirchenjahr Kirchenjahr ist der Name für jenen Kreislauf, in dem die kirchlichen Feste und Gedenktage gefeiert werden. Im Verlauf eines Jahres feiern die Christen die bedeutsamen Ereignisse aus dem Leben Jesu Christi und erinnern sich an deren Bedeutung für heute. Das Kirchenjahr beginnt mit dem 1. Adventssonntag. Kreuz Kreuz: In der Antike war die Kreuzigung die schändlichste Form der Hinrichtung. Jesus wurde gekreuzigt. Christen glauben, dass er von den Toten auferstanden ist. Deshalb ist für die Christen das Kreuz zum Zeichen des Lebens geworden. Die Form des Kreuzes vereinigt die horizontale Linie (Ausdruck von Ruhe; auch Symbol für die Welt und für das Irdische) und die vertikale Linie (Ausdruck von Leben; auch Symbol für die Verbindung zum Göttlichen). kreuzbewegt. „kreuzbewegt.” heißt der Leitspruch zum Weg des Weltjugendtagskreuzes durch Deutschland. Der Begriff ist mehrdeutig. Zunächst bedeutet er, dass dieses Weltjugendtagskreuz bewegt wird, also von Jugendlichen getragen. Darüber hinaus meint kreuzbewegt. aber noch mehr: Das Kreuz ist das Symbol, das die Christen innerlich berührt und etwas in ihnen bewegt, denn es steht für das Leiden, Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus. Liturgie Liturgie ist der Name für jene Feiern, in denen durch Worte, Zeichen und Gesten an die Beziehung Gottes mit den Menschen erinnert wird. In der Lesung von biblischen Texten wird der versammelten Gemeinde mitgeteilt, wie Gott denkt, redet, handelt und sie in die Verantwortung für die Welt einbezieht. Durch Zeichen und Gesten (z.B. Mahl und Segen) wird der Gott der Christen als ein „Gott für die Welt“ dargestellt. Messe Messe bezeichnet ursprünglich den letzten Teil der Eucharistiefeier (Segnung und Sendung). Erst im 6. Jahrhundert wurde das lateinische Wort „missa“ als Name für die ganze Feier benutzt. Der Grund: Es wurde mehr Wert gelegt auf die Segnung als auf das Hören des Wortes Gottes und das Lob- und Dankgebet. Ökumene Unter Ökumene im gängigen Sinn versteht man die Beziehungen zwischen christlichen Kirchen verschiedener Konfessionen, seltener auch Beziehungen zwischen verschiedenen Religionen. Insgesamt wird der Begriff Ökumene mit folgenden Bedeutungen verwendet:
Das Memorandum des Päpstlichen Rates für die Laien zählt das „Engagement der Jugendlichen zugunsten der Einheit der Christen (“ut unum sint”)” zu den pastoralen Zielen des Weltjugendtags. Päpstlicher Rat für die Laien Der Päpstliche Rat für die Laien ist gewissermaßen die Dienststelle des Papstes im Vatikan, die sich um die Seelsorge der Kirche auf der ganzen Welt kümmert, sofern es um die Laien geht. Hier liegt auch die Verantwortung für die Umsetzung der Idee der Weltjugendtage. Papst Papst ist der Titel für den Bischof von Rom. Gemeinsam mit den Bischöfen der ganzen Welt leitet er die Kirche. Dass er unter den Bischöfen den ersten Platz einnimmt, geht auf den heiligen Petrus als ersten Bischof von Rom zurück. Die Ableitung des Titels aus dem Griechischen Wort „pappas“ erklärt die Anrede „Heiliger Vater“. Prälat Prälat ist ein Titel für Priester, die in der Kirche eine besondere Verantwortung tragen (z.B. Bischöfe). Manchmal wird er auch verdienstvollen Priestern als Auszeichnung verliehen, mit der keine besonderen Vollmachten verbunden sind. Einen Prälat erkennt man bei offiziellen Anlässen an seinem langen violetten Gewand (Talar). Sakrament der Versöhnung Sakrament der Versöhnung (auch „Beichte“ genannt) ist das Zeichen, durch das Gott den Menschen verzeiht. Christen glauben, dass Gott sich betreffen lässt von Leid, welches sich Menschen zufügen. In diesem Sakrament versöhnt er sich mit dem Menschen, der um Vergebung bittet. Er richtet ihn auf und schenkt ihm Kraft, mit sich selbst und den anderen „in Frieden zu leben“. Wie jedes Sakrament wird es durch die Kirche gespendet. Solidarität Solidarität bezeichnet das Interesse und den Einsatz für den anderen Menschen. Solidarische Menschen sehen über ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse hinaus und nehmen am Leben anderer Anteil. Solidarität ist möglich, wenn das Leben in einen größeren (nachbarschaftlichen, gemeindlichen, gesellschaftlichen, weltweiten) Zusammenhang gestellt und entsprechend gestaltet wird. Spiritualität Spiritualität ist der Name für den Geist, aus dem Menschen leben. Spiritualität umfasst die Suche nach einer Mitte (Vision, Spirit, Grundüberzeugung), aus der die Kraft für das Leben kommt. Große Persönlichkeiten haben den göttlichen Geist so intensiv erfahren, dass sie darüber berichten. Diese Überlieferung wurde für andere Menschen zur Anregung für den eigenen geistigen Weg. Tag des Sozialen Engagements Am 12. August 2005 werden Gäste und Gastgeber während der Tage der Begegnung in den deutschen Diözesen bundesweit an einem sozial orientierten Projekt mitarbeiten und so das „soziale Gesicht der Botschaft Jesu“ sichtbar machen. Der Leitsatz heißt: „underconstruction – bau mit an einer gerechten Welt!“ Tage der Begegnung in den deutschen Diözesen Jugendliche aus aller Welt sind unmittelbar vor dem Weltjugendtag in Köln vier Tage lang zu Gast in den deutschen Diözesen. In Familien untergebracht, steht die Erfahrung der Gastfreundschaft des jeweiligen Landes und die internationale Begegnung der Jugendlichen untereinander im Vordergrund. Das Programm für diese Tage wird im engen Kontakt zwischen Gastgebern und Gästen abgestimmt. Es enthält spirituell-religiöse, kulturelle und touristische Elemente. underconstruction „underconstruction – bau mit an einer gerechten Welt!“ ist das Thema für den Tag des Sozialen Engagements. „Baut mit an einer Zivilisation der Liebe und der Gerechtigkeit!“ ermutigte Papst Johannes Paul II. die Jugendlichen.
Vigil Vigil ist der Name für eine „Nachtwache“ vor großen Festen. Christen versammeln sich, um sich auf diese Feste (z.B. Ostern und Weihnachten) durch das Hören des Wortes Gottes einzustimmen. Sie wachen in der Nacht, um Jesus Christus zu erwarten als das „Licht“, das „neue Leben“ und die „Morgenröte“. |
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